Schokolade – Die süße Verführung

Egal ob du auf Schokolade rumkaust oder das Stück im Mund auf der Zunge zergehen lässt. Schokolade schmeckt in jeder Lebenslage. Um noch mehr aus der süßen Verführung herauszuholen zeige ich dir, was es dir bringt bei Auswahl deiner Lieblingsschokolade anspruchsvoll zu sein, woran du gute Qualität erkennst und anhand welcher Kriterien du geeignete Hersteller aussuchst.

Schokolade ist alles andere als ungesund. In der richtigen Dosierung und Reinheit ist diese eine willkommene Süßigkeit für zwischendurch. Solange du dir ein paar wenige Grundprinzipien vor Augen führst:

  1. Je dunkler, desto besser
  2. Keine Milch
  3. Je natürlicher die Zutaten, desto besser
  4. Je weniger Zutaten, desto besser

Je dunkler, desto besser

Gerade bei günstiger Schokolade wird gerne mit Zugabe von Zucker nachgeholfen. Um den Zuckergehalt ohne Blick auf die Zutatenliste schnell zu schätzen gucke dir einfach die Farbe der Schokolade an und wie diese benannt ist. Bittere Schokolade ist, wie der Name bereits verrät, weniger süß als Vollmilchschokolade. Denn je höher der verwendete Kakaoanteil ist, desto weniger Platz hat künstlich zugefügter Zucker und desto bitterer ist der Geschmack. Dies spiegelt sich außerdem in der Farbe nieder. Der Grad der Dunkelheit ist ein Indikator für die Menge des enthaltenen Kakaos.

Keine Milch

Schokolade und Milch passen nicht zusammenKakao ist reich an Flavonoide. Flavonoide gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und haben zum Beispiel eine antibakterielle, antifungale und antioxidative Wirkung. Interessanterweise haben Studien gezeigt, dass die Kombination von Milch und Kakao die antioxidative Wirkung der vorhandenen Flavonoide unterbindet und somit deren positive Effekte sehr gering ausfallen. Ob die Milch in der Schokolade enthalten ist oder zusätzlich getrunken wird spielt dabei keine Rolle.

Achte auf die Zutaten

Nehmen wir das Beispiel einer Schokolade mit Vanillegeschmack. Günstige Tafeln verwenden meist das Aroma Vanillin. Die aromatisierten Bestandteile weisen den gleichen chemischen Aufbau auf wie der von Vanille. Jedoch ist Vanillin chemisch-synthetisch hergestellt. Das Vanille Aroma kann z.B. auch aus anderen pflanzlichen oder tierischen Ausgangsquellen produziert werden.

Vanille Schote

Diese Vanilleschoten sind unverarbeitet und müssen z.B. erst noch fermentiert werden.

Bist du Veganer hast du es schwer, denn ob das zugesetzte Vanillin auf tierischer Quelle basiert geben die Hersteller in den Zutatenlisten nicht an. Besser ist es Schokolade mit natürlicher Vanille zu genießen, wie z.B. mit Vanille-Extrakte oder natürliche Vanille-Aromen. Das Vanille-Extrakt wird direkt aus der Vanilleschote gewonnen. Bei den natürlichen Vanille-Aromen stammen die aromatisierenden Bestandteile immerhin zu ca. 95% aus der Vanillepflanze. Kennzeichnungen in den Zutatenlisten gibt es viele. Die sieben häufigsten lauten:

  • mit Bourbon-Vanille
    ausschließlich mit natürlicher Vanille von den Bourbon-Inseln
  • mit echter Vanille” / “mit Vanille
    ausschließlich mit natürlicher Vanille
  • mit Vanille-Extrakt” / “mit natürlichem Vanillearoma
    ausschließlich mit natürlichem Vanillearoma
  • mit natürlichem Aroma
    Natürliches oder biotechnologisch gewonnenes Vanillearoma
  • mit Vanille-Geschmack
    chemisch-synthetisches oder biotechnologisch gewonnenes Vanillearoma

Um den Herstellungsprozess zu verkürzen und Kosten zu senken, wird Schokolade oft der Emulgator Sojalecithin beigemengt. Das Sojalecithin war ursprünglich ein Abfallprodukt aus der Sojaölproduktion. In Schokolade sorgt es für ein cremiges Mundgefühl und einen schönen Glanz. Beides ist jedoch auch ohne diesen Emulgator möglich, wenn durch ein besonders langes Conchierverfahrens die Schokoladenmasse bis zu drei Tage lang gerührt, geknetet und gerieben wird. Dies ist ein traditionelles Veredelungsverfahren aus der Schweiz.

Je weniger Zutaten, desto besser

Kakao, Zucker und Kakaobutter. Mehr braucht es nicht bei geeigneten Herstellungsprozessen. Hilfsstoffe wie Sojalecithin oder Fremdfette wie Butterreinfett oder Kokosfett sind nicht nötig.

Trinkschokolade

Trinkschokolade El Ceibo

schwach entölte Trinkschokolade El Ceibo von EZA

Selbstverständlich eignet Schokolade sich auch vorzüglich zum Trinken. Lust etwas Neues zu probieren? Dann experimentiere mit Alternativen zu Milch, wie beispielsweise Mandelmilch oder Kokosmilch. Als Kakao-Grundlage eignet sich am besten schwach entöltes Kakaopulver ohne Zuckerzusatz, das du im Weltladen kaufen kannst. Je stärker entölt der Kakao ist, desto mehr Inhaltsstoffe gehen verloren und außerdem leidet darunter der Geschmack. Die gewünschte Süße kannst du viel besser zum Beispiel durch einen Teelöffel Honig erreichen.

Produkte

Hersteller von leckerer Schokolade gibt es wie Sand am Meer und für jeden Geschmack findest du das passende Produkt. Um nun deine Lieblingsschokolade zu finden ist anfangs evt. ein bisschen Detektivarbeit gefordert. Ich kaufe meine Schokolade z.B. im Weltladen und achte auf fair gehandelte Produkte, die du an Schriftzüge wie “GEPA” und “El Puente” auf der Verpackung erkennen kannst.

 

 

Zum Weiterlesen & Quellen:

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