Natürlich süßen – Reissirup

Oft werde ich gefragt, ob es Alternativen zu Zucker gibt. Um genauer zu sein Alternativen zu raffiniertem Zucker, also stark industriell vorverarbeiteter Zucker wie zum Beispiel unser Würfelzucker. Die Beweggründe hinter den Fragen sind oft verschieden: Neugierde, häufige Karies oder aber zum Beispiel Unzufriedenheit über das eigene Körpergewicht.

Damit du einen besseren Überblick bekommst, welche natürliche Alternativen dir zur Verfügung stehen stelle ich dir ab sofort regelmäßig verschiedene Arten von Zuckerquellen vor und wofür diese sich gut einsetzen lassen.

Meine drei wichtigsten Eckpunkte zum Zuckerkonsum lauten: KOMA.

  • Kombination
  • Menge
  • Art.

Zusammengefasst bedeutet dies: in Maßen genießen und ganz auf deinen Körper abgestimmt. Dazu demnächst mehr in einem separaten Artikel. Doch nun stelle ich dir endlich die erste von vielen verschiedenen Süßungsquellen vor.

Reissirup

Wie der Name verrät, wird Reissirup aus Reis gewonnen, bringt allerdings nur einen geringen Eigengeschmack mit sich. Stelle dir ein mild süßliches, nussig-karamellartiges Aroma vor.

Da Reissirup von Natur aus keinen Fruchtzucker enthält ist dieser eine mögliche Süßungsquelle, wenn eine Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fruktoseintoleranz) vorliegt. Genau wie Honig kannst du ihn zum Süßen von Müsli, zum Kochen oder als neutrale Zugabe für Backwaren einsetzen.

Was steckt drin

Was bei raffiniertem Zucker verloren geht bleibt beim Reissirup erhalten: Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und Aminosäuren.

Reissirup - Kohlenhydrate

Kohlenhydratzusammensetzung bezogen auf 100g

Im Gegensatz zu anderen Süßungsmittel hebt sich Reissirup durch seinen hohen Anteil an langkettigen Zuckerarten (Oligosaccharide) ab. Vereinfacht beutet dies: je langkettiger, desto mehr Zeit benötigt der Körper um den Zucker zu verstoffwechseln und desto weniger schnell wird der Blutzuckerspiegel ansteigen. Reissirup enthält durchschnittlich 22% Glukose, 50% Maltose und 27% Oligosaccharide.

 

Wie wird er hergestellt

Grundlage bildet die im Reis enthaltene Stärke, welche in unterschiedlichen Verarbeitungsschritte in verschiedene Zuckerarten aufgespalten wird. Wird das ganze Reiskorn verarbeitet erfolgt die Aufspaltung durch Kochen. Alternativ zum Reiskorn wird auch Reismehl verwendet, wo dazugegebene  Enzyme die Stärkespaltung übernehmen. Im Anschluss beider Verfahren werden feste Bestandteile ausgefiltert und die übrige Flüssigkeit zu Sirup eingedickt.

Neugierig geworden? Reissirup findest du in jedem gut sortierten Bio-Laden & Reformhaus. Backst du vielleicht demnächst wieder Kuchen? Verzichte dabei zum Beispiel auf den Haushaltszucker und experimentiere stattdessen mit Zugabe von Reissirup.

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